DSC0076VAR

Vor-/Nacherbschaft

Rechtliche Konstruktion, bei der einem Vor-Erben für einen bestimmten Zeitraum, z. B. bis zu seinem Tod eine beschränkte Erbenstellung gewährt wird, nach der er das Vermögen nutzen darf, seine Substanz aber zugunsten eines Nach-Erben erhalten muss. Der Nacherbe rückt zu dem besagten Zeitpunkt in die Erbenstellung ein. Welchen Bindungen der Vorerbe unterliegt, kann im Testament geregelt werden. Das Gesetz hält ebenfalls eine Reihe von Regelungen bereit, die der Erblasser allerdings im Testament ausschließen oder modifizieren kann. Er kann den Vorerben sogar von allen Beschränkungen befreien mit Ausnahme der Beschränkung, dass über zum Nachlass gehörende Grundstücke nicht unentgeltlich verfügt werden darf.